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Von der Krise zur Chance: Der Global Social Business Summit 2011

In Wien ist einiges los rund um Social Business und Social Entrepreneurship! Im November war die Hauptstadt Gastgeber für den Global Social Business Summit 2011.
Zentrales Thema waren die Milleniums-Entwicklungsziele, die sich mit einer der größten Krisen der Menschheit beschäftigen: extremer Armut und große soziale Missstände in der Welt.

Wie sehr dieses Thema uns alle betrifft, spiegelte sich auf der Veranstaltung in der bunten Besetzung von 480 Menschen aus 56 Ländern und aus den verschiedensten Sektoren: Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft. Unbegrenzt, betonte Moderator Alan Webber, sei auch die Kapazität eines jeden einzelnen Menschen, etwas an den Problemen der Welt zu ändern. Daher stelle sich nur eine Frage, nämlich jene der Vernetzung der Akteure. Die vielversprechendste Form dieses vernetzten Wirkens ist für die Gruppe rund um das Grameen Creative Lab, Veranstalter des GSBS 2011, klar: Social Business.

Die größten Krisen schaffen auch die größten Gelegenheiten, Neues zu denken und zu tun. So standen die drei Tage ganz im Zeichen von Aufbruch und unter dem Motto „Pioneering for results". Mit dem Song „Let's work" wurden die Teilnehmenden regelmäßig im Laufe der Veranstaltung ins große Plenum zur gemeinsamen Diskussion aufgerufen. Zudem war jeder Teilnehmende persönlich aufgefordert, ein Social Business zu entwickeln, sowie aus den Workshops mit konkreten Schritten zu weiteren Tätigkeiten und Partnerschaften herauszugehen.

Große Gesten, große Erwartungen lagen in der Luft. Doch was bleibt am Ende einer solch großen Konferenz übrig, mit welchen Resultaten können sich die Teilnehmenden nächstes Jahr wieder treffen? Gerade in diesem Jahr hat sich gezeigt, wie wenig auch Social Businesses vor Krisen gefeit sind: Einerseits weckt die Verbindung des Sozialen mit ökonomischen Prinzipen häufig das Misstrauen der Anspruchsgruppen, andererseits sind die oft hohen Erwartungen, die an Social Business gerichtet werden, kaum erfüllbar. Solche unbequemen Themen brachten die Young Challengers ins Spiel, ein engagiertes Publikum beteiligte sich an den Expertendiskussionen mit den UnternehmerInnen, Social Entrepreneurs sowie politischen Vertretern.

Wie die aufgeworfenen Fragen beantwortet werden können, mag sich erst nächstes Jahr zeigen, wenn der Global Social Business Summit 2012 nach Wien zurückkehrt. Ganz im Sinne des „Raums der Wünsche" bleibt zu hoffen, dass in der Zwischenzeit die Beteiligten mit neuen Banden und gestärkter Zuversicht Schritt für Schritt ihren Weg weiter gehen.

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Der "Raum der Wünsche" am GSBS 2011.

Bild & Text: Angelika Schanda